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Template-Text für Postkarten-Datei

Template für eine Postkarten-Datei hochladen:

Postkarte Nr.: 1290
Format: 14cm x 9cm
Zeigt: Dorf Speicher mit Aufbau der Festhütte
Jahr: 1903
Fotograf: H. Guggenheim, Zürich
Verlag: H. Bodenmann, Speicher
Quelle: Fredi Altherr


Beispiel für Postkarten-Ansicht mit automatischem Beschrieb von Datei-Seite

Blick vom Birtweg nach Speicher und Trogen

Postkarte Nr.: unbekannt
Datum: 1921
Verlag: Hans Hohl, Speicher
Quelle: Fredi Altherr
Beitrag:
Reformierte Kirche

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Büttenrede zur Turnhallenheizung











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Spicherer Dialekt

Das Appenzellerland besticht durch seine abwechslungsreiche Hügellandschaft. So wie die Landschaft, ist auch der Appenzeller Dialekt, der zum hochalemannischen Schweizerdeutsch gehört, vielfältig geprägt und zeugt von grossem Traditionsbewusstsein.

Appenzeller Dialekt

Der Appenzeller Dialekt bildet sozusagen den Kern einer nordostschweizer Sonderlandschaft zwischen Bodensee-Thurgau-Fürstenland-Rheintal und den südlichen Teilen des Kanton St. Gallen.
Er ist trotz gemeinsamer Kennmerkmale keine geschlossene Einheit, sondern gliedert sich in verschiedene regionale und dörfliche Mundarten, deren Unterschiede nach Lauten, Formen und einzelnen Wörtern beachtlich sein können.
In der deutschsprachigen Schweiz sprechen nur rund 1.5% aller Deutschsprachigen den Appenzeller Dialekt. Trotzdem ist unser Dialekt hoch angesehen.
Der Thurgauer Theologe und Pädagoge Johann Caspar Merikofer schreibt 1838 in seinem Büchlein "Die Schweizerische Mundart im Verhältnis zur hochdeutschen Schriftsprache":"Wen spricht nicht der hüpfende, heitere, leben{s]volle Klang des Appenzellers an?"

Kleine Auswahl einiger typischer Appenzeller Wörter:

Appenzeller Wort Deutsch
näbe irgendwann
pätsch geradezu
het bschosse es hat rentiert
uf ond bar ganz, total
chrööpelig schwer auf dem Magen liegend , fast übel
i ha nütz z'essid ich habe nichts zu essen
i de ääne Chochi chochids Chottle in der einen Küche kochen sie Kutteln
Entebeier Himbeere
Hädämpf Hitzeddunst
Glöör verwässerter oder geringer Most
Ke Lei ond ke Gattig unansehlich, unordentlich
s Stömpli ghöört am Lömpli der Rest ist nicht viel wert
selber esse macht faast nur nicht teilen uôder hergeben
Fäälträger Hausierer
Läubli Abtritt
schmöllele Schmunzeln, lächeln
Schottebuuch verächtlich für Molkentrinker
Schwäderlig Schwächling
gnoot oft, häufig
jo hetocht ganz bestimmt nicht
Fazenettli Taschentuch

Kleine Auswahl einiger typischer Appenzeller Sprüche:

Appenzeller Sprüche Deutsch
Wennt hüròòtsch, bisch nòmme èsam, bisch aber ò nòmme elèè Wenn du heiratest, bist du nicht mehr einsam, aber auch nicht mehr für dich.
De Tod wöösch em nüd, aber de Lichgang gsäächt i gèèn Den Tod wünsch ich ihm nicht, aber ein Begräbnis
het bschosse es hat rentiertò
uf ond bar ganz, total
chrööpelig schwer auf dem Magen liegend , fast übel
i ha nütz z'essid ich habe nichts zu essen
i de ääne Chochi chochids Chottle in der einen Küche kochen sie Kutteln
Entebeier Himbeere
Hädämpf Hitzeddunst
Glöör verwässerter oder geringer Most
Ke Lei ond ke Gattig unansehlich, unordentlich
s Stömpli ghöört am Lömpli der Rest ist nicht viel wert
selber esse macht faast nur nicht teilen uôder hergeben
Fäälträger Hausierer
Läubli Abtritt
schmöllele Schmunzeln, lächeln
Schottebuuch verächtlich für Molkentrinker
Schwäderlig Schwächling
gnoot oft, häufig
jo hetocht ganz bestimmt nicht
Fazenettli Taschentuch

Veränderung der Dialekte

Fakt ist, dass sich unsere Sprache laufend verändert.
Dies ist unter anderem der Mobilität der Menschen, dem Rückgang der Arbeitsplätze in den Dörfern, aber auch der dörflichen Entwicklung mit Zuzügern anderer Schweizer Dialekte zuzuschreiben.
Auch wenn Angleichungsprozesse im Gange sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass kleinregionale Besonderheiten komplett verschwinden:
Sie sind Teil der Identität, denn sie machen den Appenzeller zum Appenzeller, resp. den Spiicherer zum Spiicherer.
Heute findet sich die regionale Mundart hauptsächlich im bäuerlichen Umfeld, eventuell noch in traditionellen Handwerksbetrieben.
Zuweilen wurde dem Schweizerdeutschen, sowie dem Appenzeller Dialekt, der Untergang prognostiziert. So schnell wird sich jedoch nichts ändern, denn der Dialekt hat viel mit eigenem Selbstverständnis zu tun.

Die mittelländische Sprechart

Während zwischen den Gemeinden Speicher und Trogen nur sehr geringfügige Unterschiede festzustellen sind, können in den drei südlich des Gäbris liegenden Dörfern Teufen, Bühler und Gais feststellbare Abweichungen von der Sprechart der übrigen zwei mittelländischen Gemeinden vorkommen.
Beispiele:

Speicher / Trogen Gais / Bühler /Teufen Deutsch
En Becher héll En Becher bèll Ein Becher Bier
E leijis Höckli (g fällt weg) E leijigs Höckli ein praktisches Häuschen
zmetzt ine zmitzt inne mittendrin
äägeli (g fällt weg) äägelig eigen
met mit mit
Sonti (g fällt weg) Sonntig Sonntag
Mèètli Määtli Mädchen

Ein Übergang in die Kurzenbergische (Vorderländische) Sprechart ist bereits in der Speicherschwendi feststellbar.