Testseite Hollenstein
Dies ist eine Testseite, um Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von WikiSpeicher zu testen.
Ich bearbeite seit 2014 www.wikispeicher.ch.
Dabei erstelle ich Seiten, schreibe Beiträge und bin für die technische Koordination von www.wikispeicher.ch verantwortlich.
Template-Text für Postkarten-Datei
Template für eine Postkarten-Datei hochladen:
Postkarte Nr.: 1290
Format: 14cm x 9cm
Zeigt: Dorf Speicher mit Aufbau der Festhütte
Jahr: 1903
Fotograf: H. Guggenheim, Zürich
Verlag: H. Bodenmann, Speicher
Quelle: Fredi Altherr
Beispiel für Postkarten-Ansicht mit automatischem Beschrieb von Datei-Seite

Postkarte Nr.: unbekannt
Datum: 1921
Verlag: Hans Hohl, Speicher
Quelle: Fredi Altherr
Beitrag:
Reformierte Kirche
Beispiel YouTube Video einbinden
Beispiel Foto einbinden

Beispiel Gallery erstellen
-
Liste mit Auftritten Jakobs
-
Als Radio Beromünster
-
Auftritt 1954
-
1966 100Jahre TV
Spicherer Dialekt
Das Appenzellerland besticht durch seine abwechslungsreiche Hügellandschaft. So wie die Landschaft, ist auch der Appenzeller Dialekt, der zum hochalemannischen Schweizerdeutsch gehört, vielfältig geprägt und zeugt von grossem Traditionsbewusstsein.
Appenzeller Dialekt
Der Appenzeller Dialekt bildet sozusagen den Kern einer nordostschweizer Sonderlandschaft zwischen Bodensee-Thurgau-Fürstenland-Rheintal und den südlichen Teilen des Kanton St. Gallen.
Er ist trotz gemeinsamer Kennmerkmale keine geschlossene Einheit, sondern gliedert sich in verschiedene regionale und dörfliche Mundarten, deren Unterschiede nach Lauten, Formen und einzelnen Wörtern beachtlich sein können.
In der deutschsprachigen Schweiz sprechen nur rund 1.5% aller Deutschsprachigen den Appenzeller Dialekt. Trotzdem ist unser Dialekt hoch angesehen.
Der Thurgauer Theologe und Pädagoge Johann Caspar Merikofer schreibt 1838 in seinem Büchlein "Die Schweizerische Mundart im Verhältnis zur hochdeutschen Schriftsprache":"Wen spricht nicht der hüpfende, heitere, leben{s]volle Klang des Appenzellers an?"
Kleine Auswahl einiger typischer Appenzeller Wörter:
| Appenzeller Wort | Deutsch |
|---|---|
| näbe | irgendwann |
| pätsch | geradezu |
| het bschosse | es hat rentiert |
| uf ond bar | ganz, total |
| chrööpelig | schwer auf dem Magen liegend , fast übel |
| i ha nütz z'essid | ich habe nichts zu essen |
| i de ääne Chochi chochids Chottle | in der einen Küche kochen sie Kutteln |
| Entebeier | Himbeere |
| Hädämpf | Hitzeddunst |
| Glöör | verwässerter oder geringer Most |
| Ke Lei ond ke Gattig | unansehlich, unordentlich |
| s Stömpli ghöört am Lömpli | der Rest ist nicht viel wert |
| selber esse macht faast | nur nicht teilen uôder hergeben |
| Fäälträger | Hausierer |
| Läubli | Abtritt |
| schmöllele | Schmunzeln, lächeln |
| Schottebuuch | verächtlich für Molkentrinker |
| Schwäderlig | Schwächling |
| gnoot | oft, häufig |
| jo hetocht | ganz bestimmt nicht |
| Fazenettli | Taschentuch |
Kleine Auswahl einiger typischer Appenzeller Sprüche:
| Appenzeller Sprüche | Deutsch |
|---|---|
| Wennt hüròòtsch, bisch nòmme èsam, bisch aber ò nòmme elèè | Wenn du heiratest, bist du nicht mehr einsam, aber auch nicht mehr für dich. |
| De Tod wöösch em nüd, aber de Lichgang gsäächt i gèèn | Den Tod wünsch ich ihm nicht, aber ein Begräbnis |
| het bschosse | es hat rentiertò |
| uf ond bar | ganz, total |
| chrööpelig | schwer auf dem Magen liegend , fast übel |
| i ha nütz z'essid | ich habe nichts zu essen |
| i de ääne Chochi chochids Chottle | in der einen Küche kochen sie Kutteln |
| Entebeier | Himbeere |
| Hädämpf | Hitzeddunst |
| Glöör | verwässerter oder geringer Most |
| Ke Lei ond ke Gattig | unansehlich, unordentlich |
| s Stömpli ghöört am Lömpli | der Rest ist nicht viel wert |
| selber esse macht faast | nur nicht teilen uôder hergeben |
| Fäälträger | Hausierer |
| Läubli | Abtritt |
| schmöllele | Schmunzeln, lächeln |
| Schottebuuch | verächtlich für Molkentrinker |
| Schwäderlig | Schwächling |
| gnoot | oft, häufig |
| jo hetocht | ganz bestimmt nicht |
| Fazenettli | Taschentuch |
Veränderung der Dialekte
Fakt ist, dass sich unsere Sprache laufend verändert.
Dies ist unter anderem der Mobilität der Menschen, dem Rückgang der Arbeitsplätze in den Dörfern, aber auch der dörflichen Entwicklung mit Zuzügern anderer Schweizer Dialekte zuzuschreiben.
Auch wenn Angleichungsprozesse im Gange sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass kleinregionale Besonderheiten komplett verschwinden:
Sie sind Teil der Identität, denn sie machen den Appenzeller zum Appenzeller, resp. den Spiicherer zum Spiicherer.
Heute findet sich die regionale Mundart hauptsächlich im bäuerlichen Umfeld, eventuell noch in traditionellen Handwerksbetrieben.
Zuweilen wurde dem Schweizerdeutschen, sowie dem Appenzeller Dialekt, der Untergang prognostiziert. So schnell wird sich jedoch nichts ändern, denn der Dialekt hat viel mit eigenem Selbstverständnis zu tun.
Die mittelländische Sprechart
Während zwischen den Gemeinden Speicher und Trogen nur sehr geringfügige Unterschiede festzustellen sind, können in den drei südlich des Gäbris liegenden Dörfern Teufen, Bühler und Gais feststellbare Abweichungen von der Sprechart der übrigen zwei mittelländischen Gemeinden vorkommen.
Beispiele:
| Speicher / Trogen | Gais / Bühler /Teufen | Deutsch |
|---|---|---|
| En Becher héll | En Becher bèll | Ein Becher Bier |
| E leijis Höckli (g fällt weg) | E leijigs Höckli | ein praktisches Häuschen |
| zmetzt ine | zmitzt inne | mittendrin |
| äägeli (g fällt weg) | äägelig | eigen |
| met | mit | mit |
| Sonti (g fällt weg) | Sonntig | Sonntag |
| Mèètli | Määtli | Mädchen |
Ein Übergang in die Kurzenbergische (Vorderländische) Sprechart ist bereits in der Speicherschwendi feststellbar.