Schmiede oder Schmitte: Unterschied zwischen den Versionen

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Das charkteristische Ausserrhoder Wohn- und Gewerbegebäude mit guten Proportionen wurde nach 1854 erstellt. Weder  B. Tanner, noch A. Eugster haben in ihrer Speicherer-Geschichte das Haus erwähnt. Auch E. Steinmann beschreibt in Kunstdenkmäler AR ( Band Mittelland) die Schmitte nicht. Lediglich auf Dorfansichten von Fitzi (1854) findet sich ein Vorgängergebäude ohne Querfirst und mit anderer Fenstereinteilung im Sockel. Auf einer Darstellung ist vor dem Haus ein Pferd sichtbar, was auf eine Schmitte hindeutet. Die Strasse nach Teufen wurde erst 1861 erstellt. Es ist fraglich, ob es sich um das gleiche Gebäude handelt. Ein genaues Baudatum ist nicht bekannt. Zeitungen auf Tapetenrückständen im Dachgeschoss tragen die Jahrzahl 1868.
 
Das charkteristische Ausserrhoder Wohn- und Gewerbegebäude mit guten Proportionen wurde nach 1854 erstellt. Weder  B. Tanner, noch A. Eugster haben in ihrer Speicherer-Geschichte das Haus erwähnt. Auch E. Steinmann beschreibt in Kunstdenkmäler AR ( Band Mittelland) die Schmitte nicht. Lediglich auf Dorfansichten von Fitzi (1854) findet sich ein Vorgängergebäude ohne Querfirst und mit anderer Fenstereinteilung im Sockel. Auf einer Darstellung ist vor dem Haus ein Pferd sichtbar, was auf eine Schmitte hindeutet. Die Strasse nach Teufen wurde erst 1861 erstellt. Es ist fraglich, ob es sich um das gleiche Gebäude handelt. Ein genaues Baudatum ist nicht bekannt. Zeitungen auf Tapetenrückständen im Dachgeschoss tragen die Jahrzahl 1868.
 
Das Haus war ab 1993 ein  geschütztes Kulturobjekt, wirkte zusammen mit der Remise ortsbildprägend und stand prominent an der Strassenkreuzung Teufenerstrasse/ Trogenerstrasse. Als traditionelles Kreuzfirsthaus diente der 3-geschossige  Holzstrickbau auf gemauertem umlaufenden Sockelgeschoss mit zahlreichen feinen Baudetails sowie typisch appenzellischer Raumaufteilung bis ca. 1970 als Schmiede-Handwerksbetrieb. Mit der Eigentrassierung der Trogenerbahn wurde die Liegenschaft von der Trogenerstrasse abgetrennt.  Dadurch wurde der Zugang zum Vorplatz mit offener Vorhalle und Hauszugang eingeschränkt und damit die Wirkung des Gebäudes gemindert. Weil in den folgenden Jahrzehnten kaum Gebäudeunterhalt geleistet wurde und keine Renovationen erfolgten, verlor das Haus an Wert und Wohnqualität. Eine  sorgfältige Hausanalyse im Jahr 2015 brachte dann das Fazit, dass eigentlich nur ein Ersatzbau Sinn machen würde. So wurde das Haus aus dem Schutz entlassen. Es erfolgte dann Ende 2019 der Abbruch. Für einen Neubau mit drei Wohneinheiten besteht eine Baubewilligung.
 
Das Haus war ab 1993 ein  geschütztes Kulturobjekt, wirkte zusammen mit der Remise ortsbildprägend und stand prominent an der Strassenkreuzung Teufenerstrasse/ Trogenerstrasse. Als traditionelles Kreuzfirsthaus diente der 3-geschossige  Holzstrickbau auf gemauertem umlaufenden Sockelgeschoss mit zahlreichen feinen Baudetails sowie typisch appenzellischer Raumaufteilung bis ca. 1970 als Schmiede-Handwerksbetrieb. Mit der Eigentrassierung der Trogenerbahn wurde die Liegenschaft von der Trogenerstrasse abgetrennt.  Dadurch wurde der Zugang zum Vorplatz mit offener Vorhalle und Hauszugang eingeschränkt und damit die Wirkung des Gebäudes gemindert. Weil in den folgenden Jahrzehnten kaum Gebäudeunterhalt geleistet wurde und keine Renovationen erfolgten, verlor das Haus an Wert und Wohnqualität. Eine  sorgfältige Hausanalyse im Jahr 2015 brachte dann das Fazit, dass eigentlich nur ein Ersatzbau Sinn machen würde. So wurde das Haus aus dem Schutz entlassen. Es erfolgte dann Ende 2019 der Abbruch. Für einen Neubau mit drei Wohneinheiten besteht eine Baubewilligung.
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von Teufenerstr.jpg|Haus an der Teufenerstrasse
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Hausecke.jpg|Hausecke
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Hauseingang.jpg|Hauseingang
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Fenster.jpg|Fenster
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Version vom 15. Januar 2020, 11:42 Uhr


Schmitte 2019

Das charkteristische Ausserrhoder Wohn- und Gewerbegebäude mit guten Proportionen wurde nach 1854 erstellt. Weder B. Tanner, noch A. Eugster haben in ihrer Speicherer-Geschichte das Haus erwähnt. Auch E. Steinmann beschreibt in Kunstdenkmäler AR ( Band Mittelland) die Schmitte nicht. Lediglich auf Dorfansichten von Fitzi (1854) findet sich ein Vorgängergebäude ohne Querfirst und mit anderer Fenstereinteilung im Sockel. Auf einer Darstellung ist vor dem Haus ein Pferd sichtbar, was auf eine Schmitte hindeutet. Die Strasse nach Teufen wurde erst 1861 erstellt. Es ist fraglich, ob es sich um das gleiche Gebäude handelt. Ein genaues Baudatum ist nicht bekannt. Zeitungen auf Tapetenrückständen im Dachgeschoss tragen die Jahrzahl 1868. Das Haus war ab 1993 ein geschütztes Kulturobjekt, wirkte zusammen mit der Remise ortsbildprägend und stand prominent an der Strassenkreuzung Teufenerstrasse/ Trogenerstrasse. Als traditionelles Kreuzfirsthaus diente der 3-geschossige Holzstrickbau auf gemauertem umlaufenden Sockelgeschoss mit zahlreichen feinen Baudetails sowie typisch appenzellischer Raumaufteilung bis ca. 1970 als Schmiede-Handwerksbetrieb. Mit der Eigentrassierung der Trogenerbahn wurde die Liegenschaft von der Trogenerstrasse abgetrennt. Dadurch wurde der Zugang zum Vorplatz mit offener Vorhalle und Hauszugang eingeschränkt und damit die Wirkung des Gebäudes gemindert. Weil in den folgenden Jahrzehnten kaum Gebäudeunterhalt geleistet wurde und keine Renovationen erfolgten, verlor das Haus an Wert und Wohnqualität. Eine sorgfältige Hausanalyse im Jahr 2015 brachte dann das Fazit, dass eigentlich nur ein Ersatzbau Sinn machen würde. So wurde das Haus aus dem Schutz entlassen. Es erfolgte dann Ende 2019 der Abbruch. Für einen Neubau mit drei Wohneinheiten besteht eine Baubewilligung.