Ochsen: Unterschied zwischen den Versionen

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Dieses ehemalige Wirtshaus ist heute ein Wohnhaus. Es befindet sich am Bogenweg 2 (alt Dorf 19, Assekuranz-Nr. 5), unmittelbar nördlich der Kirche.
 
Dieses ehemalige Wirtshaus ist heute ein Wohnhaus. Es befindet sich am Bogenweg 2 (alt Dorf 19, Assekuranz-Nr. 5), unmittelbar nördlich der Kirche.
 
Das Haus wurde 1789 durch Bartholome Meier von Herisau als einfaches Fabrikantenhaus erbaut. 1806 wurde das mittlerweile als Gasthaus "Ochsen" genutzte Gebäude durch den Anbau eines Saales an der Ostseite gegen den Friedhof hin erweitert.  
 
Das Haus wurde 1789 durch Bartholome Meier von Herisau als einfaches Fabrikantenhaus erbaut. 1806 wurde das mittlerweile als Gasthaus "Ochsen" genutzte Gebäude durch den Anbau eines Saales an der Ostseite gegen den Friedhof hin erweitert.  
Johann Heinrich Tobler leitete ab 1803 für 22 Jahre die Instrumentalgesellschaft zum Ochsen, den Vorgängerverein des Musikvereins Speicher. Wie der Name sagt, ist der Ochsen das Gründungs- und wohl auch für lange Zeit das Probelokal gewesen.
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[[Tobler Johann Heinrich|Johann Heinrich Tobler]] leitete ab 1803 für 22 Jahre die Instrumentalgesellschaft zum Ochsen, ein Vorgängerverein des 1887 (neu)gegründeten Musikvereins Speicher. Wie der Name sagt, ist der Ochsen Gründungs- und wohl auch für lange Zeit Probelokal gewesen.
  
 
Die Liegenschaft wird als Schauplatz im historischen Roman '''Der Weg zum Richtplatz - die letzte Hinrichtung in Appenzellerland''' von Walter Züst als Geburtshaus des hingerichteten Raubmörders Schläpfer aufgeführt. Ausserdem wurde das Haus in den Bd. II der "Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden - der Bezirk Mittelland" aufgenommen, wobei das Büfett aus Kirschbaumholz in der Stube speziell erwähnt wird (S. 403). Verzeichnis der Eigentümer seit 1789 (gemäss Chronik und Assekuranzbüchern):
 
Die Liegenschaft wird als Schauplatz im historischen Roman '''Der Weg zum Richtplatz - die letzte Hinrichtung in Appenzellerland''' von Walter Züst als Geburtshaus des hingerichteten Raubmörders Schläpfer aufgeführt. Ausserdem wurde das Haus in den Bd. II der "Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden - der Bezirk Mittelland" aufgenommen, wobei das Büfett aus Kirschbaumholz in der Stube speziell erwähnt wird (S. 403). Verzeichnis der Eigentümer seit 1789 (gemäss Chronik und Assekuranzbüchern):

Aktuelle Version vom 5. Januar 2021, 18:42 Uhr

Ehemaliges Wirtshaus "Ochsen"

Dieses ehemalige Wirtshaus ist heute ein Wohnhaus. Es befindet sich am Bogenweg 2 (alt Dorf 19, Assekuranz-Nr. 5), unmittelbar nördlich der Kirche. Das Haus wurde 1789 durch Bartholome Meier von Herisau als einfaches Fabrikantenhaus erbaut. 1806 wurde das mittlerweile als Gasthaus "Ochsen" genutzte Gebäude durch den Anbau eines Saales an der Ostseite gegen den Friedhof hin erweitert. Johann Heinrich Tobler leitete ab 1803 für 22 Jahre die Instrumentalgesellschaft zum Ochsen, ein Vorgängerverein des 1887 (neu)gegründeten Musikvereins Speicher. Wie der Name sagt, ist der Ochsen Gründungs- und wohl auch für lange Zeit Probelokal gewesen.

Die Liegenschaft wird als Schauplatz im historischen Roman Der Weg zum Richtplatz - die letzte Hinrichtung in Appenzellerland von Walter Züst als Geburtshaus des hingerichteten Raubmörders Schläpfer aufgeführt. Ausserdem wurde das Haus in den Bd. II der "Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden - der Bezirk Mittelland" aufgenommen, wobei das Büfett aus Kirschbaumholz in der Stube speziell erwähnt wird (S. 403). Verzeichnis der Eigentümer seit 1789 (gemäss Chronik und Assekuranzbüchern):

  • 1789: Bartholome Meier von Herisau
  • 1790: Johannes Meier Sohn von Herisau
  • 1804: Johannes Meier, Schwendi, in Speicher
  • 1804 Johann Conrad Hohl von Grub, in Speicher (baut 1806 den Saal)
  • 1823: Johannes Locher
  • 1830: Laurenz Sturzenegger
  • 1832: Jakob Eugsters selige Erben in Bendlehn
  • 1832: Laurenz Sturzenegger (obiger)
  • 1840: Johann Conrad Eugster
  • 1841: Johannes Eugster
  • 1843: Laurenz Sturzenegger (obiger)
  • 1847: Johannes Eugster (obiger):
  • 1849: Laurenz Sturzenegger (obiger)
  • 1851: Johannes Eugster (obiger)
  • 1851: Adam Locher
  • 1865: Gemeinde Speicher
  • 1866: Adam Locher
  • 1870: Mathias Eugster
  • 1878: Ulrich Weiss
  • 1883: Jakob Kast
  • 1897: Sophie Grubenmann
  • 1898: Sophie Thäler (Theiler)
  • 1898: Bartholome Theiler
  • 1901: Jakob Bernegger
  • 1902: Arnold Meier
  • 1935: Katharina Meier Mösli
  • 1962: Jean Marcel Rohner
  • 1970: Familie Holter
  • 2009: Familie Schnitzer

Lage[Bearbeiten]