Schneebrett 2017

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ISonnhalde 1.jpg
Sonnhalde nach der Schneeräumung

Nachdem im Dezember zum zweiten Mal recht viel Schnee fiel und anschliessend eine Warmfront viel Regen brachte, entstand vielerorts eine erhebliche Schneebrettgefahr, sogar in Höhenlagen, in denen sonst kaum je Gefahr besteht. So überraschte am Morgen des 20. Dezember 2017 ein Geräusch von brechendem Holz den im Stall beschäftigten Meinrad Bamert, Bauer in der Sonnhalde. Ein Schneerutsch hatte das kleine Brunnengebäude verschoben und zerstört. Die Schneemassen stauten sich am Stall, und oben am steilen Hang klaffte ein grosser Riss in der Schneedecke. Telefonstangen standen schief. Bamert alarmierte umgehend die Feuerwehr.


Ungewöhnliche Herausforderung für die Feuerwehr[Bearbeiten]

Der Feuerwehrkommandant B. Eugster stand vor einem ganz ungewohnten Problem: Wie kann die drohende Gefahr der oben liegenden Schneemassen gebannt werden? Könnte man diese durch befestigte Querriegel stabilisieren? Bei der Erstellung solcher Riegel wären aber die arbeitenden Männer gefährdet. Man müsste die Schneemassen an den kritischen Stellen wegschieben können, aber womit? Mit einem Pistenfahrzeug! Das war die Lösung! In Bühler gibt es seit kurzem ein solches Gefährt beim Forstdienst. Ein Anruf und schon machte sich der Ratrac über Hohe Buche, Neppenegg zur Sonnhalde auf den Weg. Unterdessen wurden dort einige Kälbchen und natürlich alle Bewohner aus Stall und Haus evakuiert. So konnte das Pistenfahrzeug in Zusammenarbeit mit Feuerwehrmännern in relativ kurzer Zeit die bedrohlichen Schneemassen oberhalb des Bauernhauses wegschieben und so die grosse Gefahr bannen. Nach Aussagen des Bauern ist dieses Geschehen einmalig, erklärbar durch nassen Untergrund, viel und durchnässten Schnee an einem recht steilen Hang.

Text: Heinz Naef

Bilder: Feuerwehr, z.Vfg., Heinz Naef