Ratten- und Käferplage

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Früher wurde in Dörfern Abfall möglichst in Siedlungsnähe auf offenen Deponien abgelagert. Eine Alternative war im Rahmen von Meliorationen auch das «Eingraben» von Abfällen in Moorböden. Die Akzeptanz von solchen Deponien nahm jedoch rasch ab.
Die offene Abfalldeponie Flecken/Gern in Speicher sorgte vor allem wegen der in den Sommermonaten auftretenden Ungeziefer und ihres Gestankes für grossen Unmut.
Ende der 1960er-Jahre entwickelte sich dort eine veritable Rattenplage, welche nur durch drastische Methoden einigermassen eingedämmt werden konnte.

Deutsche Schabe

Anfang der 1970er-Jahre besiedelten plötzlich abertausende braungelbe Käfer die Deponie und breiteten sich explosionsartig bis zu den Häusern der Umgebung aus. Eine ETH-Untersuchung stellte fest, dass es sich bei den Käfern um die "Deutsche Schabe" oder "Blatella gemanica" handelte.
Der Bekämpfung dieser Schädlinge wurde mit höchster Priorität in die Hand genommen, denn diese Art ist im Vergleich zu den anderen Kakerlaken besonders widerstandsfähig gegen Insektizide.


Edy Tanner, als unmittelbar Betroffener, erinnert sich:


Quelle: Edy Tanner
Filmaufnahme: Paul Hollenstein, Mai 2026
Quelle: GEO, 21.Mai 2024, Beitrag Kakarlake->Deutsche Schabe
Foto: GEO, 21.Mai 2024
Text: Paul Hollenstein, Juni 2026