Hohrüti 35

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Handkolorierte Fotografie der Liegenschaft Hohrüti 35 aus der Zeit zwischen 1960 und 1965. Trudi Collenberg wusste zu erzählen, dass die Fotografie über einen Winterthurer Verkäufer an die Familie gekommen ist. Noch im ausgehenden 20. Jahrhundert haben Piloten Luftaufnahmen gemacht und diese später über hausierende Verkäufer an die Bewohner der jeweils fotografierten Liegenschaften verkauft.

Bei der Liegenschaft handelt es sich um ein typisches ausserrhodisches Bauernhaus mit Webkeller und Garten. Die Frontfassaden der Weberhäuser sind praktisch ohne Ausnahme Richtung Südost oder Südsüdost ausgerichtet, da die Weber im Keller für ihre Arbeit viel Licht benötigten. Aus diesem Grund sind auch die Gärten nie unmittelbar vor der Frontfassade angelegt worden, sondern immer in einem gewissen Abstand dazu, damit die Pflanzen nicht das Licht wegnahmen. Der Spalier an der Frontseite wird Trüeter genannt und gilt als eine der verbreitetsten Gartenkulturformen. Links vom Haus ist der sogenannte Wetterbaum zu sehen, der zum Schutz des Hauses vor Unwettern dient. Es können ein paar Personen auf dem Bild erkannt werden.

Text: Katharina Merian in www.zeitzeugnisse.ch



  • Trudi Collenberg, 1942 als Kind eingezogen mit Eltern und zwei Brüdern
  • Selbstversorger (Schweine, Kühe, Hühner, Kaninchen, Ackerbau, Obst)
  • mit eigenem Korn Brot backen und Fleisch im Räucherkamin trocknen
  • Zweiter Weltkrieg „prägende Zeit“, zum Zeitpunkt der Bombardierung Friedrichshafens Flugzeuge über das Haus geflogen
  • Webkeller wurde zu Holzkeller umfunktioniert für Güter Einlagerung


Das Haus Hohrüti 35 um 1960

Lage[Bearbeiten]