Clerici-Hüsli

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Clericihüsli um 1950.jpg
Clericihüsli ca 1976.jpg
Clericihüsli 2015.jpg

Das Haus Teufenerstrasse 26 wurde 1906 erbaut von Bartolomäus Sturzenegger (*1842, ✝1916), der von 1880 an insgesamt 4 Häuser an der Teufenerstrasse erbaut hatte (Teufenerstrasse 18, 20 und 25).

Geschichte[Bearbeiten]

Für den Bau des Hauses wurde eine Hypothek von Fr. 3000 aufgenommen. Am 23. September 1908 wurde das Haus vom Erbauer für Fr. 7000 an Johannes und Caroline Hutter verkauft. Die Zeiten waren offenbar schlecht, denn am 15. April 1929 wurde es an einer Gant für Fr. 7100 von Franz Clerici (*1884, ✝1978), und Elise Clerici (geb. Graf, *1890, ✝1939 an den Folgen eines Mückenstichs) gekauft. Franz Clerici war 1909 aus Italien in die Schweiz gekommen und lange Jahre als Maurer und Polier beim Baugeschäft Bruderer angestellt. Er war als Maurer beim Bau des Zentralschulhauses (um 1912) tätig. Der damaligen Zeit entsprechend hatte das Haus einen Webkeller, der dann durch eine Waschküche ersetzt wurde. Fliessendes Wasser gab es nur in der Küche. Nach dem Krieg wurde eine Gasheizung installiert, welche 1968 durch eine Ölheizung ersetzt wurde, im gleichen Jahr wurde auch das Badezimmer mit WC angebaut. Am 15. August 1973 wurde das Haus an die Tochter Marie Greutmann (geb. Clerici) verkauft, welche in Hallau, dann bis 1954 in der Hinterwies gewohnt hatte und hier Wohnsitz nahm und schliesslich ihren Lebensabend im Altersheim Schönenbühl verbrachte. 1975 wurde an der Westseite ein neues Fenster eingebaut. 1987 erwarb Nachbar Jakob Lanker (Inhaber Lanker AG) die Liegenschaft und vermietete sie. Am 15. März 2002 gab es den vorerst letzten Besitzerwechsel.

Lage[Bearbeiten]


Anekdoten[Bearbeiten]

Franz Clerici soll ein leidenschaftlicher Risotto-Liebhaber gewesen sein. Bei den Bauern in der Umgebung wusste man: „Wenn du ein altes Huhn hast, so bring es dem Clerici für eine Brühe!“

Einmal stellte Marie Greutmann einen Korb voller Äpfel auf die Fensterbank des Küchenfensters. Als sie später wieder in die Küche kam, schaute ein Pferd zum Fenster herein und der Korb war leer ...

Text: Peter Abegglen nach Aufzeichnungen und Angaben von Josef Ledergerber