Birt

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ehemaliges Gasthaus Birt
ehemaliges Gasthaus Birt
2018 als Wohnhaus

An traumhafter Aussichtslage steht es auf der Hügelkette oberhalb von Speicher auf 1034 m. ü. M. Als solches gehörte es zu den ähnlich gelegenen „Eggen-Wirtschaften“, von denen heute nur noch die Waldegg ein Restaurationsbetrieb ist. Erbaut wurde das Birt im Jahre 1807. Lange waren die Besitzer des Birt Landwirte und Gastwirte. Bis weit in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war es ein viel besuchter Ort, bei dem es an Festtagen hoch zu und her ging, oft mit Tanz, zu dem sich der prächtige Saal bestens eignete. Das Gebäude, es wurde an Stelle eines einfachen Stadels errichtet, hat seine ursprüngliche Form weitgehend erhalten. Besonders bemerkensert sind Glasdach und verglaster Windschutz der Terrasse. Das markante Türmchen soll im 1. Weltkrieg als – geheimer – Fliegerbeobachtungsposten der Armee gedient haben. Seit Mitte der 70er Jahre ist das Birt ein Wohnhaus.

Der Mord auf dem Birt[Bearbeiten]

Im Stadel auf dem Birt wurde am 5. Januar 1806 der damalige Besitzer Jakob Engler mit 16-17 Messerstichen in den Rücken umgebracht. Die Schädeldecke war zersplittert und einige Rippen waren gebrochen.
Weil viel Schnee lag, wurde die Tat erst spät entdeckt. Aus diesem Grund konnten keine Täter mehr ausfindig gemacht werden. Es schien sich aber um einen Raubüberfall gehandelt zu haben.
Jakob Engler galt als Sonderling, wohnte beim Vieh im Stall und beherbergte oft schlechtes Gesindel.

Hotspot des Skisports[Bearbeiten]

Nicht wegzudenken ist das Birt von den Glanzzeiten des Skisports. In den 20er-Jahren zog die Skisprungschanze Spitzenskispringer an. Noch in den 50er Jahren war samstags und sonntags häufig Skichilbi mit Tanz. 1958 wurde der Skilift – als erster Europas mit Nachtbeleuchtung – erbaut, was zur letzten Blüte als Gasthaus führte.

Lage[Bearbeiten]


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